Dienstag, 15. März 2016

Licht aus für den Klimaschutz: Greifswald beteiligt sich an weltweiter WWF-Aktion „Earth Hour“

Rund um den Globus gehen am Samstag, dem 19. März, um 20:30 Uhr für eine Stunde die Lichter aus. Auch Greifswald beteiligt sich erneut an der vom World Wide Fund For Nature initiierten „Earth Hour“. Pünktlich um 20.30 Uhr wird die Beleuchtung am Dom St. Nikolai als weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt und am Hauptgebäude der Universität für eine Stunde ausgeschaltet. Mit der weltumspannenden Aktion soll bewusst gemacht werden, wie wichtig es ist, Energie zum Schutz des Klimas zu sparen. Anlässlich der Earth Hour lädt die WWF–Jugend zu einer Kerzen-Aktion auf den Rubenow-Platz ein, Beginn ist bereits 20 Uhr.

Sowohl die Universitäts- und Hansestadt Greifswald als auch die Ernst-Moritz-Arndt-Universität engagieren sich im Greifswalder Klimaschutzbündnis 2020. Die Mitglieder haben sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Kohlendioxid-Ausstoß für Greifswald bis zum Jahr 2020 um 14 Prozent im Vergleich zu 2005 zu senken. Um dies zu erreichen, hat Greifswald ein umfangreiches kommunales Klimaschutzkonzept verabschiedet. Konkrete  Maßnahmen sind gegenwärtig unter anderem der schrittweise Einsatz von LED-Technik bei der Straßenbeleuchtung, die Nutzung von Briefumschlägen aus Recyclingpapier oder die Einführung zentraler Energiespareinstellungen bei Computern.

Auch für die Universität spielt Umweltschutz eine große Rolle. Sie hat sich in ihrem Leitbild das Ziel gesetzt, den Universitätsbetrieb zukünftig CO2-neutral zu gestalten. Wissenschaftler und Verwaltungsmitarbeiter entwickeln gemeinsam Maßnahmen zur Reduzierung von Kohlendioxidemissionen in der Strom- und Wärmeversorgung, bei Mobilität und Beschaffung. Gleichzeitig erarbeiten und prüfen sie Konzepte, wie CO2-Emissionen im Universitätsbetrieb, die nicht vermieden oder verringert werden können, durch Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen werden können.

So ist beispielsweise für die Zentrale Universitätsbibliothek geplant, die komplette Beleuchtung durch LED-Lampen zu ersetzen. Mit einer Umrüstung könnten rund 488.000 Kilowattstunden Energie pro Jahr gespart werden. Das entspricht einer Einsparung von rund 64 Prozent gegenüber der herkömmlichen Beleuchtung. Oder anders gerechnet: Mit der eingesparten Menge Energie könnten 122 Dreipersonenhaushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden. Wenn die Pläne umgesetzt werden können, würde über die Gesamtlebensdauer der LED-Leuchten rund 6.000 Tonnen CO2 in 20 Jahren eingespart werden. In der neuen Bibliothek am Campus Loefflerstraße wurden bereits energiesparende LED-Lampen eingebaut. Auch das neue Hörsaalgebäude am Standort wird damit ausgerüstet.

Anlässlich der Earth Hour sollten auch die Greifswalder Bürger darüber nachdenken, wie sie einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Wenn sich viele Greifswalder beteiligen und über diese Stunde hinaus nicht benötigte Stromverbraucher abschalten, kann die Earth Hour doch zu mehr als einem symbolischen Akt werden.

Ihren Anfang nahm die WWF Earth Hour im Jahr 2007 in Sydney, zu der mehrere Hunderttausend Australier gemeinsam das Licht ausschalteten. Seit 2008 wird die Earth Hour international gefeiert. Im vergangenen Jahr nahmen rund 7.000 Städte in 172 Ländern teil, darunter auch 227 deutsche Städte. Rund um den Globus gingen die Lichter weltberühmter Gebäude aus – wie zum Beispiel das Kolosseum in Rom, das Brandenburger Tor in Berlin oder die Golden Gate Bridge in San Francisco.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite: http://www.earthhour.wwf.de